Nun geht mein Blog schon ins 4. Jahr!
Und er verändert sich stetig.

Waren anfänglich lange Touren bei jedem Wetter mit wenigen einfachen Bildern angesagt, so interessieren mich jetzt vor allem schöne Fotomotive - natürlich immer noch auf ausgedehnten Wanderungen und Bike-Touren.
Dafür weiche ich auch gerne auf einen sonnigen Tag aus, selbst wenn ich damit gelegentlich den Mittwoch verlassen muss. Aber natürlich bleibt in der Regel der Mittwoch "mein Tourentag".

In diesem Jahr werde ich zusätzlich zum Mittwoch auch am Donnerstag frei machen.
Das erweitert natürlich die Möglichkeiten enorm. So kommen nun auch einmal 2-tägige Wanderungen zu abgelegenen SAC-Hütten in Frage, oder auch eine Tour zur Greina-Hochebene, die ich schon lange einmal besuchen wollte.

Links zu den früheren Touren:
2012: mittwochstouren.blogspot.com
2013: mittwochstouren13.blogspot.com
2014: mittwochstouren14.blogspot.com

Kontakt: alfred-lehmann@bluewin.ch

Donnerstag, 20. August 2015

20.8.2015 Mit dem Bike: Visp - Gebidumpass - Brig, und Wanderung entlang der Heida-Suone

Zuerst eine Geschichte:
Ich sitze gemütlich im Veloabteil des Zugs nach Visp, wir stehen schon einen Moment im Bahnhof Spiez, als auf einmal Hektik aufkommt.
Der junge Mann neben mir juckt plötzlich von seinem Labtop auf und fragt ganz panisch: "Ist das schon Spiez?" und rafft seine Siebensachen zusammen.
Ich eile nach draussen und versuche noch ihm die Türe zu öffnen, aber der Zug setzt sich soeben in Bewegung.
Er tut mir etwas leid.
Doch dann zieht er im Nu sämtliche roten Hebel, die er findet, und betätigt die Notbremse. Er habe drum ein gannnz wichtiges Praktikum in Spiez.

Das war dann nicht wirklich eine gute Idee.

Ein langes Pfeifen ertönt, und der Zug hält kurz nach Spiez auf offener Strecke an.
Die Zugbegleiterin managed die Situation souverän und ohne ein einziges böses Wort.
Natürlich kann er nicht aussteigen, er fährt mit uns weiter bis nach Visp. 
Wir fahren mit 10 Minuten Verspätung weiter und erwischen gerade noch den letzten Moment für die (einspurige) Tunneleinfahrt in Frutigen - wenig später hätten wir eine halbe Stunde auf den Gegenzug warten müssen.
Andere Biker im Abteil schauen gwundrig im Internet nach, was das wohl kosten mag: "bis Fr. 10'000.-" finden sie.
In Visp sind alle Anschlüsse nach Genf / Flughafen und Zermatt schon abgefahren, ein paar Dutzend Japaner stehen ratlos auf den Perrons.

Vielleicht / hoffentlich heisst sein Seminar ja: "überlegtes Handeln unter Stress" oder so ähnlich, und man kann ihm nur wünschen, dass er das nachholen könnte.


So, dann gehts aber los!
Einige Bilder vom Aufstieg zum Gebidumpass:






In Visperterminen ist die Hälfte der Höhe geschafft:



Ich bin froh, kann ich wieder mal nach Belieben Fotopausen machen!







Ach, muss das (schon) sein: die ersten Herbstzeitlosen!

Bei meinem Mittagsrast in Giw gucken auch die 4000er aus den Woken hervor:




Die letzten 100 Höhenmeter....



... und der Blick zurück hinunter ins Rhonetal:


Nun gehe ich der schönen Heida-Suone entlang ins Nanztal, zunächst fahre ich noch etwas mit dem Bike:





Doch hier ist dann mein Bike-Gelände definitiv zu Ende:



Ich habe Bilder von dieser Stelle vorgängig schon im Internet gefunden, deshalb habe ich keine "Rundreise" geplant.
Schon früher ist das Gelände für mich zu exponiert geworden, ich musste immer mehr marschieren und habe das Bike dann parkiert.




Die hartgesottenen Biker fahren hier weiter, umrunden hinten den Talkessel und fahren auf der anderen Talseite zurück, über den Bischtinenpass auf den Simplon.

Kaum zu Ende gedacht kommt mir tatsächlich ein Bike entgegen!
Wir wechseln ein paar Worte, und sie ist tatsächlich diesen Weg umgekehrt gefahren, vom Simplon her. Sehr sportlich!




Auf dem Rückweg:
Ich freue mich halt immer, wenn ich im Wallis den Schwarznasuschafjinie begegne!




Die 1500 m Abfahrt durch das Nanztal ist ein besonderes Erlebnis.
Das Tal ist nicht eigentlich schön, aber völlig ursprünglich und unberührt, nicht durch eine Strasse erschlossen, man spürt hier förmlich die Naturgewalten!






Schliesslich führt der Weg noch hinter einem kleinen Wasserfall durch...


Letztes Bild kurz vor Brig, wieder etwas schönere Vegetation, damit ich den Bericht nicht mit Bildern dieser ungeordneten Wildnis abschliessen muss:





Donnerstag, 13. August 2015

12.8.2015 Mit dem Bike: Arbon - Bregenz

Wir sind auf einer Ferien-Velotour von der Rheinquelle am Oberalppass über Chur und dann rund um den Bodensee.
Heute Mittwoch, am letzten Tag der Tour, steht ein Besuch der Bregenzer Seespiele auf dem Plan:



Unsere letzte Unterkunft am Bodensee ist das Hotel Wunderbar in Arbon - ein echter Geheimtip!

Diese Idylle vom Frühstückstisch aus hat mich bewogen, überhaupt einen kurzen Blog von diesem letzten Tourtag zu schreiben - es ist ja schliesslich auch Mittwoch:



Allerdings erzähle ich diesmal vor allem von diesem Hotel und vom Seespiel, nicht wie üblich von Blumen und Schmetterlingen.


Weitere Aktivitäten am Morgen am See:











Von aussen ist das Hotel unscheinbar, eher bescheiden, in alten Fabrikräumen der ehemaligen Firma Saurer untergebracht.













Doch die Lage ist perfekt: direkt am See, und am Radweg rund um den Bodensee.


Die Innenausstattung wirkt alternativ - luxuriös:


Unsere Zimmernummer ist nicht einfach 12 oder 237, wir sind vielmehr im Zimmer Blütenstaub untergebracht, mit entsprechender Literatur dazu:






Im Garten tummeln sich ein paar Hasen frei...,




... und weiter hat es zwei Traumröhren als spezielle Hotelzimmer:



Ursprünglich bin ich im Internet wegen des billigeren Preises dieser Röhren auf das Hotel gestossen, wir haben dann aber doch das etwas teurere Zimmer vorgezogen.






Unterwegs auf der Weiterfahrt:



Und schon früher auf der Tour, in Bad Ragaz, hat mich dieses Bänklein fasziniert, das von zwei Broncefiguren getragen wird:



... ein eigenartiges Gefühl, Auge in Auge mit dem bis ins Detail naturgetreuen Träger. Man erwartet immer, dass er gleich zu sprechen beginnt.

Auf dem weiteren Weg treffen wir in Rorschach zufällig auf das Sandskulpturen-Festival:







Am Abend besuchen wir dann bei schönstem Sommerwetter die Bregenzer Seespiele, Turandot.
Die Musik ist gewaltig, die Geschichte na ja, vor allem aber die Stimmung und die Farben im Nachthimmel sind einzigartig schön!



Natürlich darf man nicht fotografieren - ich weiss das ja.
Aber schliesslich schreibe ich ja einen Blog, da wird man wohl ein Auge zudrücken können..!

Doch so ganz einfach ist das (unbemerkte) Fotografieren in der Nacht auch nicht.
Blitz aus, Ton aus, maximale ISO-Zahl und grösstmögliche Blendenöffnung.
Wenn ich dann wegen der immer noch langen Belichtungszeit den Föteler (nur ganz wenig) auf dem Kopf der älteren Dame vor mir abstütze, dann gibt es doch ganz ordentliche Bilder, finde ich.      :)  :)




So, und nun freue ich mich wieder auf eine richtige Mittwochs-Biketour oder -Wanderung!